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26. Februar 2018

LET'S CEE Austrian Days

Obwohl sich das LET’S CEE Film Festival vorrangig um Produktionen aus dem zentral- und osteuropäischen Raum dreht, wurde der erfolgreich gestartete Austrian Day des Vorjahres heuer tagemäßig verlängert. Die Filmschiene richtet sich vor allem an aus dem Ausland anreisende Gäste und soll ihnen einen ersten Eindruck vom aktuellen heimischen Filmschaffen vermitteln. Aber auch alle anderen CineastInnen, die die Filme verpasst haben oder die Filmschaffenden persönlich erleben wollen, sind willkommen. Nach jeder Filmvorführung wird es nämlich Q&As geben. Das Hauptaugenmerk in der Auswahl liegt hierbei besonders auf Produktionen, die beim jeweils letzten Österreichischen Filmpreis Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten.

Vom Action-Horror in Stefan Ruzowitzkys Die Hölle, bis zur Arman T. Riahis Klischees sprengender Einwanderer-Komödie Die Migrantigen und zu Monika Willis bzw. Michael Glawoggers posthum veröffentlichtem Dokumentarfilm Untitled ist Österreich im heurigen Programm sehr vielfältig vertreten. Ganz zu schweigen von Ruth Beckermanns beeindruckender Doku im Radiofunkhaus, Die Geträumten und von Josef Haders Regiedebüt Wilde Maus. Mit dabei sind der animalische Mysteryfilm Tiere vom polnischen Regisseur Greg Zglinski und die schwarzhumorige deutsch-österreichische Tragikomödie Die Blumen von gestern von Chris Kraus. Und nicht zu vergessen sind natürlich die großen Abräumer des Österreichischen Filmpreises 2018 – mit jeweils fünf Auszeichnungen: Adrian Goigingers Überraschungshit aus dem Drogenmilieu Die beste aller Welten und Barbara Alberts eindrucksvolles, historisches Portrait einer blinden Klaviervirtuosin in Licht.

Das sind die Hauptgewinner des Österreichischen Filmpreises 2018:

THE BEST OF ALL WORLDS
Die beste aller Welten
Spielfilm. AUT/GER 2017 | 103 min.
Sprache Deutsch mit engl. UT
Regie Adrian Goiginger
Darsteller Verena Altenberger, Jeremy Miliker, Lukas Miko u.a.

GEWINNER: BESTER SPIELFILM, BESTE REGIE, BESTES DREHBUCH, BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE, BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

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Adrian Goigingers Debüt über seine Kindheit im Salzburger Drogenmilieu ist einer der berührendsten und interessantesten österreichischen Filme der letzten Jahre. In der Wohnung seiner Mutter Helga treffen sich die Heroin-Junkies der Gegend zum Fixen. Helga ist ebenfalls süchtig, tut aber alles, um ihrem Sohn eine möglichst behütete Kindheit zu bieten. Ein dichter, beinahe dokumentarischer Film ohne rührseligen Kitsch.

UNTITLED
Dokumentarfilm. AUT 2017 | 105 min.
Sprache Deutsch, Englisch mit engl. UT
Regie Michael Glawogger, Monika Willi

GEWINNER: BESTER DOKUMENTARFILM, BESTE MUSIK, BESTER SCHNITT, BESTE TONGESTALTUNG

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2014 verstarb Regisseur Michael Glawogger nach fünf Monaten seiner Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika an Malaria. Zwei Jahre später übernahm seine langjährige Cutterin Monika Willi die Fertigstellung des Films. Manchmal mit scharfen Schnitten, dann wieder sanft und leise montierte sie aus der Fülle des Materials ein faszinierendes, bildgewaltiges Dokument, unterlegt mit einem starken, aber unaufdringlichen Mix aus Original- und komponierten Tönen.

MADEMOISELLE PARADIS
Licht
Spielfilm. AUT/GER 2017 | 97 min.
Sprache Deutsch, Französisch mit engl. UT
Regie Barbara Albert
Darsteller Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko u.a.

GEWINNER: BESTE KAMERA, BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE, BESTES KOSTÜMBILD, BESTES SZENENBILD, BESTE MASKE

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Wien 1777. Die früh erblindete 18-jährige Maria Theresia „Resi“ Paradis ist als Klavier-Wunderkind bekannt. Nach zahllosen Fehlbehandlungen wird sie von ihren Eltern dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer anvertraut. Langsam spürt Resi in dessen offenem Haus zum ersten Mal Freiheit. Als sie in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, bemerkt sie mit Schrecken, dass ihre musikalische Virtuosität verloren geht.

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