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Virtue

Synopsis

Carmen Cartellieri (1891-1953) war eine österreichische Schauspielerin und Produzentin. Sie lebte zunächst als Hausfrau an der Seite ihres Ehemannes in der ungarischen Provinz. Da italienische Schauspielerinnen wie Francesca Bertini oder Lyda Borelli als Inbegriff gefeierter Leinwanddiven galten, behauptete sie, in Mailand geboren zu sein. 1918 stieß Cartellieri, ohne über irgendeine künstlerische Erfahrung zu verfügen, in Budapest zum Film. Der Regisseur Cornelius Hintner, den sie per Zufall kennengelernt hatte, wurde ihr Förderer. Zunächst spielte sie in dessen ungarischen Filmen, wechselte aber Ende 1919 infolge der politischen Umwälzungen mit ihrem Mann und mit Hintner nach Wien. Dort ermöglichte ihr Hintner unter dem Pseudonym Carmen Teschen in seinem Film Anjula, das Zigeunermädchen ihr österreichisches Debüt. Ein paar Jahre lang war sie der Star des österreichischen Stummfilms und spielte Hauptrollen. Jedoch nicht allzu lang: Schon vor dem Aufkommen des Tonfilms endete ihre Filmkarriere so abrupt, wie sie begonnen hatte. In Max Neufelds Der Balletterzherzog verkörpert sie eine leicht hysterische und divenhafte Primaballerina, die miterleben muss, wie sich ihr fürstlicher Gönner, der etwas in die Jahre gekommene Erzherzog Sixtus, in eine junge Ballettelevin verliebt – noch dazu in jene, auf die auch sein Adjutant ein Auge geworfen hat.

Gäste

Gerhard Gruber

Gerhard Gruber

Stummfilmpianist
Live Musikbegleitung während der Stummfilme Sodom and Gomorrha; Colonel Redl und Virtue
In Wien: 20. bis 22. April

Virtue

Originaltitel

Der Balletterzherzog. Ein Wiener Spiel von Tanz und Liebe

Regisseur

Max Neufeld

Drehbuch

Jacques Bachrach, H.W. Czech, Max Neufeld

Schauspieler

Richard Waldemar, Albert Paulig, Werner Pittschau

Genre

Stummfilm

Kategorie

Retrospektive 100 Years, Films and Music

Land

Österreich

Jahr

1926

Sprache

Deutsche UT

Spielzeit

88 min.

Vertrieb/Kontakt

Filmarchiv Austria

Termine

Samstag 21.04.

18:30 Breitenseer Lichtspiele