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30. September 2013

2013: Festival-Resümee

Das Festival wurde mit der serbisch-deutsch-ukrainischen Koproduktion Eastalgia am Freitag, dem 13. September 2013, am Internationalen Tag des positiven Denkens, in der Wiener Urania in Anwesenheit des Schauspielers Karl Markovics (der in dem Film eine der Hauptrollen spielt) und zahlreicher weiterer hochkarätiger Festivalgäste eröffnet. Insgesamt gab es in den traditionsreichen Wiener Kinos Urania und Actor’s Studio eine Auswahl von 64 herausragenden Produktionen aus Zentral- und Osteuropa zu sehen. Der slowenische Filmemacher Damjan Kozole und der russische Ausnahme-Regisseur Alexander Sokurov wurden mit Retrospektiven ihrer Werke geehrt.

Beim LET’S CEE 2013 gab es einen Spielfilm-, einen Dokumentar- sowie erstmals auch einen Kurzfilm-Wettbewerb. Insgesamt waren es 21 Produktionen, deren Macher ins Rennen um einen der vom bekannten Künstler Tone Fink modellierten Urania-Statuette und einen Geldpreis in Höhe von jeweils 1.500,- Euro gingen. Eines der Highlights des diesjährigen Festivals war die Aufführung des Stummfilmklassiker Panzerkreuzer Potemkin, neu vertont und musikalisch begleitet von der österreichisch-russischen Turbo-Polka Band Russkaja. Neben den Filmvorführungen und einer Partyline gab es 2014 erstmals auch LET'S CEE-Master Classes mit internationalen Vortragenden, die unter anderem in Kooperation mit der angesehenen Andrzej Wajda-Schule in Warschau und dem Österreichischen Filminstitut umgesetzt wurden.

Die Organisatoren des LET’S CEE Film Festivals holten unter anderem den legendären russischen Regiegroßmeister Alexander Sokurov nach Wien, der erstmals in Österreich seine Retrospektive persönlich präsentierte.  Mit István Szabó, Allan Starski und Stefan Ruzowitzky waren beim LET’S CEE 2013 drei Oscar-Preisträger zu Gast. Mit dem kroatischen Produzenten Branko Lustig, der seinen Besuch in Wien leider in letzter Minute absagen musste,  wären es sogar vier geworden. Zudem kamen noch mehr als zwei dutzend andere Regisseure sowie über 30 weitere Filmgäste aus Zentral- und Osteuropa nach Wien.

Zu Ende ging das Festival mit der Award Ceremony am Samstag, dem 21. September, bei der die rumänische Produktion Domestic (in Anwesenheit der Hauptdarstellerin Ioana Flora), die bulgarische Dokumentation The Last Black Sea Pirates und der estnische Kurzfilm Distance (in Anwesenheit beider Regisseure) als Siegerfilme ausgezeichnet wurden. Lobende Erwähnungen der Jury gab es für die internationale Koproduktion Circlesund der türkischen Spielfilm Jîn genauso wie für die aserbaidschanisch-russische Dokumentation My Kith and KIn. Der Publikumspreis ging an den russischen Kurzfilm Home von Ruslan Magomadov. Der zweifache Oscar-Preisträger Branko Lustig wurde für sein Lebenswerk geehrt.

Das LET'S CEE 2013 hat sich von 2012 auf 2013 in jeder Hinsicht stark weiter entwickelt. Es gab wesentlich mehr Filme im Programm, es wurden fast doppelt so viele geladene Festivalgäste aus dem Ausland begrüßt als noch in ersten Jahr und über das Event wurde auch viel mehr berichtet, und zwar weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Besonders erfreulich: Die 68 Screenings in der Festivalwoche waren exzellent besucht. Insgesamt wurden über 9.600 Besucher gezählt.

Statement der Direktorin des LET'S CEE Film Festivals Magdalena Żelasko:

„Dass wir es wieder geschafft haben, unser Festival zu veranstalten, haben wir erneut einer Reihe von tollen Partnern zu verdanken, allen voran Cineplexx International, und natürlich auch unserem Team. Ohne die großartige und ehrenamtliche Mithilfe von vielen vorwiegend jungen Leuten aus aller Herren Länder wäre das LET’S CEE nicht umzusetzen. Obwohl die Mehrzahl der Wiener mittlerweile Migrationshintergrund hat und der Film völlig unbestreitbar das kulturelle Medium der Österreicher schlechthin ist, ignorieren die zuständigen Kulturabteilungen der Stadt Wien und des BMUKK diese Tatsachen genauso beharrlich wie unser Festival. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.“

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