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22. Juli 2013

Kreative Fruchtbarkeit

Beim Wiener LET’S CEE Film Festival Mitte September 2013 werden sich heuer die Sieger dreier Wettbewerbe und der kroatische Erfolgsproduzent Branko Lustig, der mit einem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet wird, über ihre Preise freuen dürfen. Zu verdanken haben sie das unter anderem dem Kulturmanager Robert Hofferer, der als Preisstifter bereits zum zweiten Mal zu den größten Unterstützern des Festivals gehört.

„Ich habe die Figur sehr weiblich und sehr kräftig modelliert. Nicht gerade erotisch, aber so, dass die Verbindung zum Gedanken nahe liegt, dass Künstler versucht sein sollten, nach den Sternen zu greifen und dass die Arbeit von Kreativen immer ja auch mit Fruchtbarkeit zu tun hat.“ Wenn der Vorarlberger Künstler Tone Fink über die von ihm geschaffene Urania spricht, gerät er richtiggehend ins Schwärmen. Aber nicht nur er: Die aus Aluminium gegossene und 36 cm hohe Statuette, die jeweils gemeinsam mit einem Geldpreis an den von einer Jury bestimmten Gewinner des Spielfilm- und des Dokumentarfilm-Wettbewerbs des internationalen LET’S CEE Film Festivals in Wien übergeben wird, hat ob ihrer sehr individualistischen und realistischen Ausgestaltung bereits im letzten Jahr für einiges Aufsehen gesorgt.

Die Idee zur Urania hatte der in Wien lebende Filmproduzent und Kulturmanager Robert Hofferer. Auch der Stern der Urania, ein sehr aufwendig gestaltetes, schweres und wertvolles Unikat aus Kristall, war Hofferers Idee und wird von ihm gestiftet. Dabei handelt es sich um einen Lifetime Achievement Award, einen Preis für das Lebenswerk eines besonderen Künstlers, der einmal jährlich von der Festivalleitung an eine herausragende Persönlichkeit aus der Filmbranche verliehen wird. Hofferer: „Wenn ich helfen kann, dass damit hervorragende Produktionen, vielversprechende Talente und große Persönlichkeiten aus dem CEE-Raum für ihr Filmschaffen entsprechend gewürdigt werden können, dann mache ich das sehr gerne. Ich weiß durch meine Arbeit, welch ein großes und bei weitem nicht ausgeschöpftes kreatives und wirtschaftliches Potential Zentral- und Osteuropa in filmischer Hinsicht hat. Es ist von so großer Bedeutung, anerkennend, weitsichtig und visionär eine Plattform dafür zu etablieren. Daher gilt meine volle Sympathie dem LET’S CEE Film Festival als engagierte, tolle kulturelle Initiative, die jede Unterstützung verdient.“

Letztes Jahr wurde mit dem Liftetime Achievement Award des LET’S CEE Film Festivals die mittlerweile leider bereits verstorbene österreichische Hollywood-Legende Turhan Bey ausgezeichnet, heuer wird der zweifache Oscar-Gewinner (für Schindlers Liste und Gladiator) Branko Lustig damit geehrt werden. Die beiden Uranias für die besten Produktionen gingen 2012 an den türkischen Spielfilm Zenne – The Dancer und an die polnische Dokumentation Argentinian Lesson.

Robert Hofferer unterstützt mit seiner Produktionsfirma Artdeluxe, die sich international mit Independent-Filmen erfolgreich positioniert, das Festival bereits zum zweiten Mal. Und ist auch beim dritten und neuen Wettbewerb von LET’S CEE wieder mit dabei: Das Preisgeld für den Kurzfilmwettbewerb wird ebenso von ihm zur Verfügung gestellt wie die Urania, eine aus Aluminium gegossene Statuette, die von Tone Fink entworfen wurde.

Aus Zentral- und Osteuropa sowie aus Österreich stammende Regisseure haben – sofern sie noch nicht älter als 35 Jahre alt sind - beim neuen Kurzfilmwettbewerb die Möglichkeit, aktuelle Erstlingswerke bzw. auch ihren zweiten oder dritten Kurzfilm einzureichen. Für die endgültige Auswahl der im Rahmen des Festivals gezeigten Beiträge zeichnete ein Kuratorium aus österreichischen und internationalen Branchenvertretern verantwortlich. Die ausgewählten Bewerber bekommen die Gelegenheit, ihre Werke selber zu präsentieren und sich mit anderen Talenten direkt zu vergleichen und auszutauschen. Dass man den Namen des einen oder anderen Newcomers eines Tages auch im regulären Wettbewerb lesen wird, davon ist übrigens auszugehen.

Link: www.artdeluxe.at

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