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Synopsis

Nikola Stojanovićs tragikomischer Film, auch bekannt als Belle Epoque, war 1990 der letzte Film, der im noch intakten Jugoslawien gedreht wurde. Er erzählt eine Geschichte aus dem Sarajevo der Jahre 1910 bis 1914, einer Zeit, die in der Balkanregion viele dramatische Ereignisse mit sich brachte – bis hin zur Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand durch Gavrilo Princip im Juni 1914, die zum unmittelbaren Auslöser des Ersten Weltkriegs wurde. Durch den Beginn des Bürgerkriegs in Jugoslawien wurde Stojanović allerdings daran gehindert, den Film fertigzustellen. 17 Jahre lang lag das ungeschnittene Filmmaterial im Haus des bosnischen Regisseurs und Filmhistorikers Bakir Tanović in Sarajevo, der genug Geistesgegenwart besaß, den Film aufzubewahren. Im Jahr 2007 konnte das Material endlich sorgfältig zusammengefügt und geschnitten werden. Beim Raindance Film Festival in London konnte Last Waltz in Sarajevo schließlich seine späte Uraufführung erleben. Im Mittelpunkt der Handlung steht die historisch verbürgte Figur des Anton Valić. Er ist ein junger Mann aus gutem Haus, der sich auf seine Verlobung vorbereitet. Er ist auch fasziniert von der Ankunft der ersten Filmkameras in Sarajevo. Eine Freundin fordert ihn auf, sich dem politischen Kampf zur Befreiung Bosniens aus der Österreichisch-Ungarischen Monarchie anzuschließen.

Last Waltz in Sarajevo

Originaltitel

Poslednji valcer u Sarajevu

Regisseur

Nikola Stojanović

Drehbuch

Nikola Stojanović, Nebojča Pajkić, Haris Prolić

Schauspieler

Davor Janjić, Vita Mavrič, Radmila Živković

Genre

Spielfilm

Kategorie

Retrospektive Women and War

Land

Jugoslawien

Jahr

1990

Sprache

Serbokroatisch, Bosnisch, Deutsch mit engl. UT

Spielzeit

131 min.

Vertrieb/Kontakt

Jugoslovenska Kinoteka

Termine

Montag 16.04.

16:00 Urania, mittlerer Saal

Dienstag 17.04.

11:00 Urania, mittlerer Saal