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LET'S CEE Team 2014
Branko Lustig und BM Sebastian Kurz
Una Gunjak, Beste Regisseurin im Kurzfilm-Wettbewerb
István Szabó mir der Lifetime Achievement Award

2015: Die bisher umfangreichste Ausgabe

Jahr der Rekorde

Im Rahmen des vierten LET'S CEE Film Festivals waren vom 1. bis zum 11. Oktober in Wien insgesamt 118 Produktionen aus Zentral- und Osteuropa einschließlich der Kaukasus-Region und der Türkei zu sehen: die meisten als Österreich-Premieren in Originalsprache mit deutschen oder englischen Untertiteln. Vorgestellt wurden sehr viele der Filme von ihren Machern persönlich. Dazu gab es wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm, das von Master Classes und Industry Events bis hin zu Lesungen sowie Konzerten reichte. Die vierte Ausgabe war die bisher umfangreichste Ausgabe. Fast 200 Gäste aus dem Ausland, 181 Screenings, 140 Publikumsgespräche und rund 40 weitere Veranstaltungen, von Industry Events bis zu Master Classes, von Konzerten bis zu Lesungen.

Mehr Awards, als je zuvor

Der Urania Award 2015 im Spielfilm-Wettbewerb, bei dem elf starke Filme am Start waren, ging an die kroatische Regisseurin Ivona Juka für ihr packendes Drama You Carry Me. Im Dokumentarfilm-Wettbewerb wurde The Queen Of Silence mit dem Hauptpreis bedacht. Für den unter dem Motto „All You Need Is Love” stehenden Kurzfilm-Wettbewerb waren rund 500 Beiträge eingelangt. Durchsetzen konnte sich The Same Blood von Mitry Semenov-AleinikoWeißrussland. Gewinner des neuen Wettbewerbs Promising Debuts wurde die skurrile ungarische Tragikomödie For Some Inexplicable Reason von Gábor Reisz. Der von der internationalen Kritik gefeierte rumänische Balkanwestern Aferim! erhielt den erstmals verliehenen Publikumspreis.

Lifetime Achievement Award & neuer Preis

Bereits am Eröffnungsabend wurde der serbische Ausnahmeregisseur Želimir Žilnik von den Festivalmachern mit dem Stern der Urania ausgezeichnet, dem Lifetime Achievement Award von LET’S CEE. 2015 wurde erstmals auch der Preis für die beste schauspielerische Leistung in einem der Wettbewerbsbeiträge vergeben, und zwar an die Iranerin Fatemeh Motamed-Arya für ihre Rolle im aserbaidschanischen Film Nabat.

2014: Platz für Hoffnung

91 Filme und 13.100 Besucher

Das dritte LET’S CEE Film Festival präsentierte zwischen dem 2. und dem 11. Oktober in Wien insgesamt 91 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Zentral- und Osteuropa in Originalsprache mit englischen oder deutschen Untertiteln. Mit knapp über 13.100 Besuchern bei insgesamt 138 Screenings und Veranstaltungen konnte man das Ergebnis aus dem Vorjahr (9600 Besucher) deutlich übertreffen.

107 Gäste aus dem Ausland

Auch bei der Zahl der internationalen Filmgäste hat man ordentlich zugelegt. Nach 52 Gästen im letzten Jahr kamen 2014 107 Filmschaffende und Filmgäste nach Wien, darunter erneut zahlreiche bekannte Namen. Der zweifache Oscar-Preisträger und Produzent Branko Lustig aus Kroatien stellte sich ebenso den Fragen des Publikums wie der Filmemacher und Oscar-Preisträger István Szabó aus Ungarn, der Regisseur und Gewinner eines Goldenen Löwen Milcho Manchevski aus Mazedonien und sein rumänischer Kollege Cristi Puiu, Gewinner eines Goldenen Bären sowie die Schauspieler Scot Williams aus England, Shooting-Star Ana Ularu aus Rumänien und die polnische Schauspielerin Jowita Budnik.

Besuch von Branko Lustig

2014 waren es genau 100 Jahre seit dem Beginn des Ersten Weltkrieges sowie 75 Jahre seit Beginn des Zweiten. Auch Branko Lustig, selbst Zeuge des Holocaust, nahm in diesem Jahr am LET'S CEE Film Festival teil. Der zweifache Oscar-Gewinner, welcher aufgrund seiner jüdischen Abstammung als Kind in den beiden Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Belsen interniert war, kam im Rahmen der Eventreihe Educational Morning nach Wien, welche in Kooperation mit dem Festival of Tolerance in Zagreb organisiert wurde.

Sieger der drei Wettbewerbe

Der Urania Award 2014 in der Kategorie „Bester Spielfilm“, bei der heuer neun Filme am Start waren, ging dabei an den estnischen Regisseur Ilmar Raag für seine internationale Koproduktion (Russland/Estland/Finnland/Weißrussland/Kasachstan) I Won't Come Back. Im Dokumentarfilm-Wettbewerb wurde Pipeline (Russland/Tschechien/Deutschland) des russischen Regisseurs Vitaly Mansky mit dem Hauptpreis bedacht. Für den unter dem Motto „The Taste of Freedom” stehenden Kurzfilm-Wettbewerb, waren über 200 Produktionen eingelangt, 13 hatten es in den Wettbewerb geschafft. Durchsetzen und einstimmig den Hauptpreis gewinnen konnte der als deutsch-kroatische Koproduktion eingereichte Beitrag The Chicken der Bosnierin Una Gunjak.

Lifetime Achievement Award

Nach Turhan Bey und Branko Lustig erhielt István Szabó den Stern der Urania für sein großartiges Lebenswerk. Beim LET’S CEE Film Festival 2014 war der große Filmemacher, wie bereits im Vorjahr, wieder zu Gast. 

2013: Weiter auf dem Erfolgskurs

64 ausgezeichnete CEE-Filme

Für die Auswahl der Filme war ein internationales besetztes Festivalkuratorium zuständig, dem unter anderem die aus Kroatien stammende und in Holland lebende Filmdozentin Rada Šešić, der polnische Filmkritiker Tomasz Raczek und die in Österreich lebenden Filmregisseure iranischer Herkunft Arash T. Riahi und Arman T. Riahi angehörten. Das Festival wurde mit der serbisch-deutsch-ukrainischen Koproduktion Eastalgia am Freitag, dem 13. September 2013, am Internationalen Tag des positiven Denkens, in der Wiener Urania in Anwesenheit des Schauspielers Karl Markovics (der in dem Film eine der Hauptrollen spielt) und zahlreicher weiterer hochkarätiger Festivalgäste eröffnet. Insgesamt gab es in den traditionsreichen Wiener Kinos Urania und Actor’s Studio eine Auswahl von 64 herausragenden Produktionen aus Zentral- und Osteuropa zu sehen. Der slowenische Filmemacher Damjan Kozole und der russische Ausnahme-Regisseur Alexander Sokurov wurden mit Retrospektiven ihrer Werke geehrt.

Wettbewerb und andere Highlights

Beim LET’S CEE 2013 gab es einen Spielfilm-, einen Dokumentar- sowie erstmals auch einen Kurzfilm-Wettbewerb. Insgesamt waren es 21 Produktionen, deren Macher ins Rennen um eine der vom bekannten Künstler Tone Fink modellierten Urania-Statuetten und einen Geldpreis in Höhe von jeweils 1.500,- Euro gingen. Eines der Highlights des diesjährigen Festivals war die Aufführung des Stummfilmklassikers Panzerkreuzer Potemkin, neu vertont und musikalisch begleitet von der österreichisch-russischen Turbo-Polka Band Russkaja. Neben den Filmvorführungen und einer Partyline gab es 2014 erstmals auch LET'S CEE Master Classes mit internationalen Vortragenden, die unter anderem in Kooperation mit der angesehenen Andrzej Wajda-Schule in Warschau und dem Österreichischen Filminstitut umgesetzt wurden.

Drei Oscars, ein Löwe, ein Bär und vieles mehr

Die Organisatoren des LET’S CEE Film Festivals holten unter anderem den legendären russischen Regiegroßmeister Alexander Sokurov nach Wien, der erstmals in Österreich seine Retrospektive persönlich präsentierte. Mit István Szabó, Allan Starski und Stefan Ruzowitzky waren beim LET’S CEE 2013 drei Oscar-Preisträger zu Gast. Mit dem kroatischen Produzenten Branko Lustig, der seinen Besuch in Wien leider in letzter Minute absagen musste, wären es sogar vier geworden. Zudem kamen noch mehr als zwei dutzend andere Regisseure sowie über 30 weitere Filmgäste aus Zentral- und Osteuropa nach Wien.

Glückliche Gewinner

Zu Ende ging das Festival mit der Award Ceremony am Samstag, dem 21. September, bei der die rumänische Produktion Domestic (in Anwesenheit der Hauptdarstellerin Ioana Flora), die bulgarische Dokumentation The Last Black Sea Pirates und der estnische Kurzfilm Distance (in Anwesenheit beider Regisseure) als Siegerfilme ausgezeichnet wurden. Lobende Erwähnungen der Jury gab es für die internationale Koproduktion Circles und den türkischen Spielfilm Jîn genauso wie für die aserbaidschanisch-russische Dokumentation My Kith and KIn. Der Publikumspreis ging an den russischen Kurzfilm Home von Ruslan Magomadov. Der zweifache Oscar-Preisträger Branko Lustig wurde für sein Lebenswerk geehrt.

Starke Weiterentwicklung

Das LET'S CEE 2013 hat sich in jeder Hinsicht stark weiter entwickelt. Es gab wesentlich mehr Filme im Programm, es wurden fast doppelt so viele geladene Festivalgäste aus dem Ausland begrüßt als noch im ersten Jahr und über das Event wurde auch viel mehr berichtet, und zwar weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Besonders erfreulich: Die 68 Screenings in der Festivalwoche waren exzellent besucht. Insgesamt wurden über 9.600 Besucher und Besucherinnen gezählt.

Last but not least

Dass die Organisatoren es wieder geschafft haben, das Festival zu veranstalten, hatten sie erneut einer Reihe von tollen Partnern zu verdanken, allen voran Cineplexx International, und natürlich dem Team. Ohne die großartige und ehrenamtliche Mithilfe von vielen vorwiegend jungen Leuten aus aller Herren Länder wäre LET’S CEE nicht umzusetzen. Obwohl die Mehrzahl der Wiener mittlerweile Migrationshintergrund hat und der Film völlig unbestreitbar das kulturelle Medium der Österreicher schlechthin ist, ignorieren die zuständigen Kulturabteilungen der Stadt Wien und des BMUKK diese Tatsachen genauso beharrlich wie das LET'S CEE Film Festival. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

2012: Eine erfolgreiche Bilanz

34 herausragende CEE-Produktionen

Für die Auswahl der Filme war ein international besetztes Festivalkuratorium zuständig, dem unter anderem die österreichische Schauspielerin Mercedes Echerer und die aus Kroatien stammende und in Holland lebende Filmdozentin Rada Šešić angehörten. Das erste LET’S CEE Film Festival wurde mit Agnieszka Hollands jüngstem und Oscar-nominiertem Meisterwerk In Darkness – Eine wahre Geschichte am Montag, dem 28. Mai in der Wiener Urania in Anwesenheit der international renommierten Regisseurin und zahlreicher weiterer hochkarätiger Festivalgäste eröffnet. In den darauffolgenden sieben Tagen gab es in den traditionsreichen Wiener Kinos Urania und Apollo eine Auswahl von 34 herausragenden Produktionen aus Zentral- und Osteuropa zu sehen.

Von lokalen Highlights bis hin zu Arthouse-Meisterwerken

14 Filme wurden im Rahmen von zwei Wettbewerben und 20 weitere in diversen thematischen Filmreihen präsentiert. Bis auf zwei Ausnahmen handelte sich bei den Festivalfilmen durch die Bank um österreichische Premieren. Beim ersten LET’S CEE Film Festival war das gesamte Spektrum des CEE-Filmschaffens vertreten –  von lokalen Highlights bis hin zu Arthouse-Meisterwerken. Insgesamt wurden Produktionen aus 24 Ländern gezeigt.

32 Internationale Gäste

Die Liste der internationalen Gäste des ersten LET’S CEE Film Festivals umfasste über 30 Namen, darunter Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten, Kritiker und Schauspieler. Neben einigen vielversprechenden Newcomern kamen auch mehrere Branchengrößen nach Wien, darunter die in Rumänien geborene und in London lebende Ausnahmeschauspielerin Anamaria Marinca, der legendäre bosnische Musiker Saša Lošić, die russische Festivaldirektorin Sitora Alieva, der Oscar-prämierte tschechische Regisseur Jan Svěrák und aus Polen die Golden-Globe-Gewinnerin und Regisseurin Agnieszka Holland sowie der bekannteste Filmkritiker des Landes, Tomasz Raczek.

Musikalische Top-Acts, Partyline und eine Ausstellung

Die Screenings wurden von einem anspruchsvollen Rahmenprogramm begleitet. Musikalische Top-Acts, etwa von Dunkelbunt, entspanntes Chillen und attraktive Partylines in einigen der angesagtesten Locations der Stadt, dem Ost Klub, der Strandbar Herrmann und dem Cafe Leopold im Museumsquartier, gehörten ebenso dazu wie etwa eine Fotoausstellung aus der europäischen Kulturhauptstadt Maribor und ein hochkarätig besetztes Filmsymposium, das in Kooperation mit dem Institut für Donauraum und Mitteleuropa (IDM) umgesetzt wurde.

Preisverleihung

Zu Ende ging das Festival mit der Award Ceremony am Sonntag, dem 3. Juni, bei der die türkische Produktion Zenne – The Dancer (in Anwesenheit des Hauptdarstellers Kerem Can) und die polnische Dokumentation Argentinian Lesson als Siegerfilme jeweils mit der vom bekannten Künstler Tone Fink modellierten Urania-Statuette und einem Geldpreis in Höhe von jeweils 1.500,- Euro ausgezeichnet wurden. Als Preisstifter engagierte sich Herr Mag. Robert Hofferer zusammen mit seiner Artdeluxe Kunst und Kulturmanagement GmbH. Turhan Bey, ein Österreicher mit tschechischen und türkischen Wurzeln sowie einer der eindrucksvollen Hollywood-Karrieren wurde mit einem weiteren Preis für sein Lebenswerk geehrt.

Last but not least

Dem Festival standen im ersten Jahr nur sehr begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung. Dennoch gelang es, allem voran dank der großzügigen Unterstützung von Cineplexx International und zahlreicher weiterer Sponsoren von Sach- und Dienstleistungen sowie der unentgeltlichen Arbeit von ca. 60 ehrenamtlichen Helfern* (davon rund 20 im Kernteam), eine gelungene und sehr anspruchsvolle Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das vielseitige Angebot, über das dutzende Medien in 15 Ländern berichtet haben, konnte ein internationales Festivalpublikum ebenso überzeugen wie Filmschaffende und Filmkritiker.

* alle personenbezogenen Formulierungen beziehen sich im Übrigen natürlich auf Männer ebenso wie auf Frauen.