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Synopsis

Jerzy Skolimowskis erster abendfüllender Spielfilm weist starke autobiografische Bezüge auf und gilt als einer der Meilensteine der sogenannten Neuen Welle, die zu Beginn der 1960er Jahre das polnische Kino überrollte. Das nicht nur formal innovative Werk besteht aus gerade mal 29 Einstellungen. Die Hauptrolle, einen scheinbar frustrierten, ziellosen und provokant agierenden Anti-Helden, der im Grunde genommen verzweifelt seinen Platz im Leben sucht, spielte der Drehbuchautor und Regisseur selbst. Andrzej, so der Name des Protagonisten, lebt schon seit Jahren gemeinsam mit seiner Freundin in einer billigen Wohnung. Während die einer geregelten Arbeit nachgeht, studiert er manchmal lustlos vor sich hin, meistens aber vertrödelt er einfach nur seine Zeit. Eines Tages meldet er sich zur allgemeinen Überraschung freiwillig für den Militärdienst. Er ist überzeugt davon, nur der könne ihn endlich zum Erwachsenen machen. Die Musterungskommission erklärt ihn tatsächlich für tauglich und notiert „Keine besonderen Kennzeichen“. Bis zur Einberufung bleiben ihm bloß noch ein paar Stunden. Der Film, ein Protokoll dieser kurzen Wartezeit, vermochte das Lebensgefühl, die Empfindungen und die Probleme einer ganzen Generation oft skeptischer junger Polen zu umreißen. Anspruchsvolles, assoziativ erzähltes und filmhistorisch bedeutendes Kino.

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Originaltitel

Rysopis

Regisseur

Jerzy Skolimowski

Drehbuch

Jerzy Skolimowski

Schauspieler

Jerzy Skolimowski, Elżbieta Czyżewska, Tadeusz Minc

Genre

Drama

Kategorie

Best of Classics

Land

Polen

Jahr

1965

Sprache

Polnisch mit engl. UT

Spielzeit

73 min

Termine

Donnerstag 23.03.

17:00 Breitenseer Lichtspiele